Wofür wir stehen

Musika ist eine halbe Disziplin und Zuchtmeisterin, so die Leute gelinder und sanftmütiger, sittsamer und vernünftiger macht.
Martin Luther (1483-1546)
 

Wir sind davon überzeugt: Wenn in der Welt mehr musiziert würde, wäre sie besser. Im Orchester lernt man Teamfähigkeit – ohne Gegner. Mit Musik lernt man sich auszudrücken – wo die Worte fehlen. Kinder, die ein Musikinstrument erlernen, profitieren in vielen anderen Bereichen davon. Die Konzentrationsfähigkeit steigt wesentlich, die Motorik entwickelt sich besser, die schulischen Leistungen sind – offenbar durch die Bildung von komplexen neuronalen Strukturen - durchweg besser. Und nicht zuletzt wird durch das Zusammen-Musizieren das Verhalten im Team, das achtsame Wahrnehmen der anderen bei gleichzeitiger Durchsetzung der eigenen Vorstellungen und das Finden in komplexen sozialen Strukturen erlernt. Wir möchten unseren kleinen Beitrag dazu leisten, dass die Welt besser wird.
Dazu gehört die Jugendarbeit. Wir verstehen uns als Anschlussorchester, in dem junge ambitionierte Nachwuchsmusiker aus der Musikschule oder dem privaten Unterricht heraus Orchestererfahrung sammeln und sich ausprobieren können. Wir sind ein altersgemischtes Team, das im Musizieren und darüber hinaus sozialen Lernraum bietet.


Ich betrachte die Musik als die Wurzel aller übrigen Künste.
Heinrich von Kleist (1777-1811)
 

Vor 500 Jahren begann die Entwicklung der Orchester. Im Dezember 2014 wurde die einzigartige dichte Orchesterlandschaft in Deutschland als immaterielles Weltkulturerbe geadelt. Zu Recht!
Orchester sind bedeutende und gleichzeitig fragile Träger unsere Kulturentwicklung. Zwischen Begeisterung und Gefährdung sind Orchester auch Ausdruck des Umganges mit immateriellenWerten in unserer Gesellschaft. Wir sind Teil dieser außergewöhnlichen Orchesterlandschaft in Deutschland. „Tradieren“ möchten wir, das bedeutet „überliefern, weitergeben.“ Gleichzeitig ist die Musik in permanenter Veränderung und die musikhistorischen Moden sind immer wieder neue Spiegel der Gesellschaft. Die flüchtige Kunst der Musik braucht Pflege und will immer neu erkannt sein. Darin sehen wir eine gesellschaftliche Aufgabe und möchten im Rhein-Neckar-Raum unseren eigenen ganz kleinen Beitrag dazu leisten.


Es ist nicht erforderlich, Musik zu verstehen. Man braucht sie nur zu genießen.
Leopold Stokowski (1882-1977), amerik. Dirigent
 

Musik kann auch überhöht und unnahbar daher kommen. Das sehen wir anders! Wir haben auch Freude daran, uns mit Musik auseinanderzusetzen. Es darf auch einfach nur schön sein. Wir möchten schlichtweg den Menschen durch unsere Musik Freude bereiten.


Musik ist angenehm zu hören,/ doch ewig braucht sie nicht zu währen.
Wilhelm Busch (1832-1908), dt. Schriftsteller, Maler u. Zeichner

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